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„Lieber geh ich in den Knast“

by admin | Februar 27, 2010 | In Allgemeines Comments Off

Ingo Effing muss in Beugehaft Die Story: Ingo Effing ist wütend. Wütend auf das System! Mit einem vergessenen Strafzettel über 20 Euro fing alles an, inzwischen wird Frank per Haftbefehl gesucht! Der Unternehmer und Vater dreier Kinder ärgert sich über das System, dass seiner Meinung nach keine Demokratie mehr ist. Ausversehen vergaß er einen Strafzettel fürs falsch Parken zu begleichen. Zwar ist er generell einsichtig, dass er diesen zahlen muss, doch die Art und Weise wie er vom Staat darauf verwiesen wurde ärgert ihn. „Deutschland ist inzwischen ein Polizeistaat geworden“ ärgert sich der 44-Jährige und gibt sich trotzig! Selbst als ein Haftbefehl erlassen wird, der als Erziehungsmaßnahme für das nicht gezahlte Ticket dient, ändert Frank seine Meinung nicht. „Den Stasifunktionären wären die heutigen Verhältnisse eine Freude“, so der Unternehmer.

Auf ihn warten nun 5 Tage Beugehaft, die er antreten möchte, um auf die Unverhältnismäßigkeit aufmerksam zumachen: Seine Haft kostet den Steuerzahler viel Geld und nützt keinem etwas, dabei gäbe es die
Möglichkeit seine Schuld mit Sozialer Arbeit zu begleichen. Diese Option wurde Ingo jedoch nie Angeboten.
Für seine Haftzeit plant er einen Postkarten-Flaschmob. Hier ruft er dazu auf, ihm möglichst viele Karten in den Knast zu schicken, um das Bürokratische System dort lahmzulegen.

Mögliche Protagonisten: Ingo Effing Drehinhalt: RedFish besucht Ingo Effing und erfährt seine Sicht auf die Geschehnisse und die Lösungsansätze, die der Unternehmer dem Staat empfiehlt. Zudem begleiten wir den 44-Jährigen durch die Zeit hinter Gittern (der Rahmen muss noch mit der Haftanstalt abgesprochen werden).

Das Arbeitslosengeld (ALG) II reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche ausgewogen zu ernähren. Zu diesem Schluss kommt das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn in einer umfangreichen Studie. Demnach veranschlagt der Gesetzgeber für Nahrung und Getränke bei 14- bis 18-Jährigen lediglich 3,42 Euro pro Tag. Selbst wer nur beim Discounter kauft, muss jedoch im Schnitt 4,68 Euro täglich hinblättern, um den Appetit eines Teenagers mit ausgewogener Kost zu stillen. Das FKE empfiehlt, das Arbeitslosengeld entsprechend anzupassen. Kinder und Jugendliche aus niedrigen sozialen Schichten leiden heute zwei- bis dreimal so häufig unter Fettleibigkeit wie besser situierte Altersgenossen.
Zur Sicherung des Lebensunterhaltes steht Empfängern von Arbeitslosengeld II heute ein Betrag von 347 Euro pro Monat zur Verfügung. Für Kinder gibt es pauschal 60 Prozent dieses Regelsatzes, für Jugendliche 80 Prozent. “Rund ein Drittel dieser Summe veranschlagt der Gesetzgeber für Nahrung, Getränke und Tabakwaren”, erklärt Dr. Mathilde Kersting, stellvertretende Leiterin des FKE. “Das sind gerade mal 2,57 Euro täglich für Kinder und 3,42 Euro für Jugendliche ab 14 Jahren. Damit lässt sich nach unseren Erkenntnissen eine ausgewogene Ernährung nicht realisieren.”

Die FKE-Forscher haben im März 2004 in Dortmund die Preise von mehr als 80 Lebensmitteln erhoben, die für die gesunde Ernährung benötigt werden. Die Testkäufe erfolgten in Supermärkten der Ketten REWE und Edeka, bei den Discountern Aldi und Lidl sowie in einem Bioladen. Anhand dieser Daten berechneten die Wissenschaftler nach Altersgruppen gestaffelt die Kosten für die so genannte “Optimierte Mischkost”. Dabei handelt es sich um ein vom FKE entwickeltes Konzept, das eine gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche zu vergleichsweise günstigen Preisen gewährleisten soll.

Je älter, desto größer klafft die finanzielle Lücke

“Für vier- bis sechsjährige Kinder reichen die veranschlagten 2,57 Euro gerade aus - allerdings auch nur, wenn die Lebensmittel beim Discounter gekauft werden”, fasst Mathilde Kersting die Ergebnisse zusammen. “Wer in normalen Supermärkten zugreift, kommt mit dem Geld nicht hin: Dort muss man durchschnittlich 3,86 Euro hinblättern.” Mit zunehmendem Alter klafft die finanzielle Lücke noch weiter auseinander: So verzehrt ein Fünfzehnjähriger, der sich ausgewogen ernähren möchte, im Schnitt Lebensmittel im Wert von 4,68 Euro täglich (Discounter) bzw. 7,44 Euro (Supermarkt).

“Für Empfänger von Arbeitslosengeld II ist es kaum möglich, ihre Kinder ausgewogen und gesund zu ernähren”, resümiert Kersting. Das FKE empfiehlt daher, die aktuellen Regelsätze für Kinder und Jugendliche zu überdenken. Mit mehr Geld allein sei es allerdings nicht getan. “Wichtig ist es auch, diese Bevölkerungsgruppe von dem Nutzen einer ausgewogenen Ernährung zu überzeugen. Wir müssen einfacher umsetzbare Maßnahmen entwickeln, um die Familien besser als bisher mit unseren Ernährungsinformationen zu erreichen.”

Heute sind in Deutschland etwa sechs Prozent aller Kinder und Jugendlichen fettleibig. In niedrigen sozialen Schichten ist der Anteil mehr als doppelt so hoch. Übergewicht kann schwere chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Arteriosklerose nach sich ziehen. Dr. Mathilde Kersting: “Auch volkswirtschaftlich gesehen lohnt es sich, in eine gesunde Ernährung für alle zu investieren.”

Kinderarmut!

by admin | April 15, 2009 | In Allgemeines No Comments

von Andre Matthias

Reiche Stadt – arme Kinder: Bündnis gegen Kinderarmut in Stuttgart

KIDZ Hamburg e.v. möchte Kindern, die auf Grund ihres sozialen Hintergrundes nicht ausreichend versorgt werden können, erste Grundlagen verschaffen und so für eine notwendige Verbesserung ihrer Lebensqualität sorgen. Eine medizinische Grundversorgung liegt uns dabei besonders am Herzen. Mit unseren engagierten Mitarbeitern wollen wir auch Möglichkeiten schaffen, gesunde Ernährung für die Kinder zu gewährleisten. Kurz: Eine Grundlage schaffen die es ihnen ermöglicht aus der Spirale der „Chancenlosen“ herauszutreten – wo auch immer und wann auch immer – und das weltweit.

Aus diesem Grund hat sich ein Team aus Ärzten, Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagogen und vielen anderen hoch motivierten Leuten hat sich zusammengefunden. So hat in Hamburg der KIDZ Hamburg e.V. durch einen Pool der unterschiedlichsten Menschen erste sinnvolle Synergien bilden können. Es sind dadurch wertvolle Projekte entstanden wie: Das Essen des Monats, Schmecken und Kochen lernen, Kochen für alle und Zusammen kochen – gemeinsam Essen. Zudem sind mit den Kooperationspartnern wie dem „Förderverein Haus der Jugend Steilshoop e.V.“ oder das Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg die besten Grundlagen geschaffen, gemeinsam Großes zu erreichen.

Wir möchten unser Engagement aber nicht nur auf Deutschland beschränken.
Aus diesem Grunde laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren ein erstes kleines Projekt in Südamerika/Costa Rica bei den Indios (1 % der Bevölkerung) zu fördern.
Die Indios (Bri Bri) des mittelamerikanischen Landes sind nicht einmal auch nur minimal medizinisch grundversorgt. Das will KIDZ Hamburg e.V. ändern! Abgeschoben in Reservate hat uns der Häuptling Mau geschildert, dass es für seine „Kinder“ keine Medizin gibt oder ausreichend gesunde Ernährung und schon gar keine Bildung. Der Weg der jungen Indigios ist oft leider vorprogrammiert… und viele aus dem Reservat landen in den Slums der Großstädte. Zusammen mit Häuptling Mau wollen wir eine ständige medizinische Grundversorgung im Reservat erreichen. Am Ende des Projektes soll ein medizinisches Zentrum stehen.

Aber wo fängt man an?
Ein mobiles Krankenhaus (Hanomag) soll unser erstes Team in den Urwald von Cosat Rica bringen und direkt mit der Arbeit beginnen. Keine großen Umwege oder langen Wartezeiten bis der Grundstein eines Gebäudes gelegt wird. Unser mobiles Team, wird die Menschen in ihrer natürlichen Lebenswelt antreffen und direkt mit der Arbeit beginnen!

 

Geschrieben von Sonja Brier(Drehbuchautoren)